Aktuelles - Rückblicke

29. April 2022: Um 20 Uhr war im SRF die einstündige Sendung "Fiktion, Fakt oder Fake?" Das Leben der Anna Magdalena Bach" zu hören. Im Vorfeld war die Redakteurin Elisabeth Baureithel nach Leipzig gekommen, um noch mehr über die Frau Capellmeisterin zu erfahren. Dabei begaben wir uns auch gemeinsam an Orte, die mit Anna Magdalena Bach in einem engen Zusammenhang stehen. So waren wir zum Beispiel auf dem Alten Johannisfriedhof (Foto links), wo sie 1760 begraben wurde oder an dem Ort, wo sich in früheren Zeit die Wohnung der Familie befand, und an dem heute das Thomashaus steht (Foto rechts).

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19. März 2022: Nach zwei gemeinsamen Konzerten im Gewandhaus ergab sich ein sehr interessanter Austausch mit Jaap van Zweden (Chefdirigent New York Philharmonic) über die Matthäus-Passion. Dabei besuchten wir beide auch den Ort der „Uraufführung“. Übrigens gibt es da ebenfalls eine Verbindung zu Anna Magdalena Bach: Sie fertigte von einigen Stimmen dieses Werks Dubletten.

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8. bis 10. Oktober 2021: In Wittenberg fanden die 46. Clavichordtage statt. Ich war von den veranstaltenden Mitgliedern der Deutschen Clavichord Societät  eingeladen worden. Das Clavichord ist ein faszinierendes Instrument und hier lernte ich diverse Bauformen kennen. Höhepunkte waren mehrere Konzerte. Revanchieren konnte ich mich für diese schönen Erlebnisse und die angenehmen Gespräche mit meinem Vortrag über Anna Magdalena Bach.

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11. März 2021: Dr. Christina Fuhrmann, Professorin an der Baldwin Wallace University/Ohio und Herausgeberin vom Bach-Journal des Riemenschneider Bach Instituts fragte mich, ob ich in einem Seminar über Anna Magdalena Bach sprechen könne. Das war wieder eine besondere Erfahrung. Da stand ich nun in Leipzig und hielt eine Vorlesung in den USA. So ganz neu war es aber nicht für mich. Etwas ähnliches hatte ich schon mal gemeinsam mit Prof. Dr. Barbara Reul (Universität Regina/Kanada) gemacht. Dazu erfuhr ich, dass eine Studentin meinen Beitrag mit den Worten kommentierte: "That was really cool." Na, das ist doch schon mal was.

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2. Oktober 2020: Anna Vinnitskaya hat gemeinsam mit Evgeni Koroliov und Ljupka Hadzu-Georgieva die Konzerte für Klavier von Johann Sebastian Bach eingespielt. Als Solistin des Gewandhauskonzerts kam sie nach Leipzig und war gemeinsam mit ihrem Ehemann sehr daran interessiert, mehr über die Familie Bach zu erfahren. An authentischen Orten ergab sich ein schöner Austausch, wobei auch festgestellt werden konnte: "Ei! wie schmeckt der Coffee süße", zumindest wenn man genug Zucker hineingetan hatte.

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21./22. Februar 2020: Sehr schöne Tage, voller interessanter Gespräche und Begegnungen, konnte ich mit meiner Frau im Schloss Fürstenried verleben. Prof. Dr. Hubertus von Voß hatte mich für die Gestaltung eines Kulturteils zum X. Fürstenrieder Symposium (einem Ärztekongress) eingeladen. Mein Beitrag über Anna Magdalena Bach wurde auch musikalisch "illustriert". Dabei unterstützten mich meine geschätzten Kollegen Michaela Hasselt und Dietrich Reinhold. Wir spielten unter anderem die Sonate für Violine und Basso continuo G-Dur (BWV 1021), die nur durch eine Abschrift von Anna Magdalena Bach erhalten blieb.

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Oktober/November 2019: Das war eine ganz besondere Konzertreise. Die letzten drei Konzerte wurden von etlichen Musikern des Gewandhausorchesters und des Boston Symphony Orchestra gemeinsam bestritten - eine sehr schöne Zusammenarbeit. In Boston tagte in diesen Tagen aber auch die American Musicological Society. Gern denke ich an die gemeinsame Zeit mit Bachforschern wie zum Beispiel Traute und Bob Marshall (auf dem Foto rechts und links), Mary Greer, Christina Fuhrmann, David Yearsley (links neben mir) oder Andrew Talle zurück (die akademischen Titel und Grade habe ich jetzt mal weggelassen). Ein besonderer Höhepunkt war das Treffen mit Christoph Wolff in der Harvard University, das auch eine Führung für mich beinhaltete. Vielen Dank!

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8. bis 13. Juli 2019: In dem englischen Dorf Madingley steht ein Herrenhaus (Madingley Hall), das sich heute im Besitz der Universität Cambridge befindet. Es ist von schönen Gärten umgeben. Dort veranstaltete Bach Network The Ninth Johann Sebastian Bach Dialogue Meeting. Ich hatte die Möglichkeit bekommen, zum Thema "Anna Magdalena Bach" einen Vortrag zu halten (rechts neben mir: Prof. Dr. Stephen Rose). Da ich dabei über die Thesen meiner Doktorarbeit sprach, geschah das innerhalb vom "Early Career Forum" (mit fast 59 Jahren war ich dort der Älteste). Es waren herrliche Tage in einer bezaubernden Umgebung mit vielen sehr interessanten Begegnungen.

 

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Mai/ Juni 2019: Auf dieser Tournee des Gewandhausorchesters durch Japan und China erklang Bach leider nicht. Für mich persönlich gab es aber einige diesbezügliche "Begegnungen". So konnte ich eine Einladung von Masaaki Suzuki annehmen und erlebte in Kobe ein sehr schönes Konzert vom Bach Collegium Japan. In Tokyo lernte ich den japanischen Bach-Forscher Prof. Dr. Ryuichi Higuchi kennen und es ergab sich ein Interview über meine Forschungen, das am 5. August dann in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien. Das waren für mich sozusagen Sahnehäubchen einer schönen Konzertreise mit einer Vielzahl beindruckender Erlebnisse.

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21. März 2019: Mein gerade erschienes Buch "Die verwitwete Frau Capellmeisterin Bach. Studie über die Verteilung des Nachlasses von Johann Sebastian Bach" wurde auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt. Das geschah gemeinsam mit dem Verleger Klaus-Jürgen Kamprad (rechts) und Dr. Peter Hoheisel, dem Direktor des Bergarchivs in Freiberg (links). Dort hatte ich für meine Recherchen viele Tage verbracht. Als Moderator fungierte der Musikjournalist Werner Kopfmüller. Dass meine über 80-jährigen Eltern dabei sein konnten, freute mich besonders. Meiner Mutter  habe ich dieses Buch gewidmet.

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23. Januar 2018: Für meine Promotion war das ein wichtiger Tag. Ich verteidigte meine Dissertation "Die verwitwete Frau Capellmeisterin Bach. Studie über die Verteilung des Nachlasses von Johann Sebastian Bach" an der Hochschule für Musik und Theater Carl Maria von Weber erfolgreich. Es war für mich eine besondere Freude, dass viele Verwandte und Bekannte anwesend waren, die meine Forschungen über die Jahre begleiteten. Besonders dankbar bin ich meinem Doktorvater Prof. Dr. Michael Heinemann (Mitte), ohne den dieses Projekt wohl nicht zustande gekommen wäre, und meinem geschätzten Mentor Prof. Dr. Hans-Joachim Schulze (rechts), an den ich mich immer mit Fachfragen wenden konnte. (Offensichtlich wurde auch noch nach der offiziellen Disputation über ein unerschöpfliches Thema diskutiert.)

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1. bis 5. Oktober 2014: Auf dem 17. Internationale Bergbau- & Montanhistorik Workshop, der in dieser Zeit in Freiberg stattfand, hielt ich einen Vortrag über meine Forschungen zu einem Bergwerksanteil, den Johann Sebastian Bach besessen hatte. 2010 hatte ich begonnen, mich damit zu beschäftigen und seinen Namen in Dokumenten, die im Bergarchiv Freiberg lagern, etliche Male erwähnt gefunden. Für meine bergmännischen Forschungen erhielt ich 2014 von der Saxonia Freiberg Stiftung einen Förderpreis und konnte Ergebnisse unter anderem in dem Periodikum „Der Anschnitt“ veröffentlichen. Ich fand Hinweise, dass die Witwe Anna Magdalena Bach 1751 nicht die Gefahr sah, in bitterste Armut zu fallen. Das war der Ansatz für meine Dissertation, bei welcher der Schwerpunkt auf dem Nachlassverzeichnis Johann Sebastian Bachs und dem Leben seiner hinterlassenen Ehefrau lag.

Die Tage des Workshops im Oktober 2014 waren für mich äußerst faszinierend. Eine Hälfte eines lichten Tages war mit Vorträgen ausgefüllt, die andere mit Besichtigungen von bergmännischen Einrichtungen. Die Abende widmete man der Geselligkeit, wobei stets zu Beginn das Steigerlied „geschmettert“ wurde.

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